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Kritiken / Reviews




(c) Frank Schuckelt



In Deutsch

Torsten Goods - 1980





1980 hatte die populäre Musik ihre Unschuld weit hinter sich gelassen. Pink Floyds "Another brick in the wall" war ein letztes Aufbäumen der Rockdinosauriere. Die Nachwehen des Punk stürzte die Rockszene in eine kommerzielle Krise, die neue deutsche Welle würde kurze Zeit später die Hörgewohnheiten des deutschsprachigen Radiohörers massiv beeinflussen.
In diesem Jahr erblickte auch Torsten Gutknecht das Licht der Welt. Sein Geburtsjahr ist auch der Titel seiner neuen CD. Auf "1980" interpretiert er einige Songs der 80er mit denen er aufgewachsen ist, die ihn maßgeblich beeinflusst haben (anscheinend hat(te) sein Vater einen guten Musikgeschmack). Sein Mentor Les Paul (Erfinder der weltberühmten Les Paul Gitarre) war es, der die Namensänderung von Gutknecht zu Goods initiierte.

Im Alter von 18 Jahren besuchte Torsten Goods verschiedene Workshops in den USA und von 2001 bis 2003 erhielt er ein Stipendium für Jazz Gitarre an der renommierten New School University in New York City. 2005 wurde Goods als einziger aus Europa zur berühmten Thelonious Monk Jazz Guitar Competition" in Washington DC, USA eingeladen und schaffte es unter die ersten 10 Finalisten.
Sein Werk "1980" reichert das jazzige Fundament um Popmomente, hier und da einer Prise Soul, zu einer stilsicheren und geschmackvollen Melange an. Auch wenn Goods mit seiner Gitarre in George Benson Manier die Zwiesprache sucht, passiert das nie ohne rechtzeitig den richtigen Ausgang zu finden. Die Queen Hommage an den Rock'n Roll "Crazy little thing called love" wird zur "shuffelnden" Swingnummer. Das von Goods geschriebene "Don't let it get you" reiht sich nahtlos als weitere Songperle in die vielfarbige Kette von Musikstilen. Toto's "99" groovt cool im Originalarrangement, reduziert auf das Essentielle. Die Blues-Reminiszenz an Robben Ford in "Start it up" ist unüberhörbar.
Goods sieht sich in erster Linie als Gitarrist, jedoch weiß seine Stimme mit angenehmem Ton und sicherer Phrasierung zu begeistern, Michael Bublé, Jamie Cullum und Roger Cicero sind hörbare Paten.
In "1980" gelingt es Goods mühelos neben seinen Eigenkompostionen auch die Coverversionen von Queen, Toto und Billy Joel "Goods-like" zu interpretieren, zu seinen Eigenen zu machen und ein stimmiges Werk abzuliefern.

In Zeiten von unverhältnismäßigem [Soundpimping] bereitet die Produktion hörbare Entspannung. Sie lässt den Instrumenten und Goods Stimme viel Raum zum Atmen.


* = Must hear : Anspieltip

1. Crazy little thing called love *
2. Don't let it get you *
3. 99 *
4. So are you
5. It's still rock n' roll to me
6. (I need you) So bad
7. 1980
8. Winters night
9. I can hardly see you
10. Love dance
11. Too much guitar
12. Shout it out *

Torsten Goods @ Youtube [Crazy little thing called love]

 

Homepage:

[torstengoods.de]



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Frank Schuckelt