Eagles
Long Road out of Eden |
Style: American Stylenn
Points (max. 10): 4-10
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"Ich brauche Zeit". Innerhalb weniger Tage eine Aussage über die Qualität des neuen Eagles Opus "Long Road out of Eden" zu treffen fällt mir schwer. "Ich brauche Zeit". Zeit - jenseits der Euphorie. Zeit, dass die Songs ihre Wirkung entfalten können. Ich hatte immer auf eine CD mit neuem Material gehofft und nach 29 Jahren ist sogar eine Doppel CD daraus geworden. Don Henley, Schlagzeuger und Stimme der Eagles konstatierte im Billboard: "This album's not perfect. If I were king, I would have done a couple things differently. I might have left a couple of songs off and perhaps made it a single album. But we vote by committee." Die erste CD beginnt mit einem 5 Part Harmony Vocal Stück "No more walks in the wood". Der perfekte Appetizer. "How long" geschrieben von J.D. Souther. Ein Relikt aus den Live Konzerten Mitte der 70er, schaffte es nie auf ein Album, dafür jetzt in die Countrycharts. Vor allem "Busy being fabulous" und "Waiting in the weeds" haben das Potential Eagles Klassiker werden zu können. Aber wie Don Henley schon sagte, gibt es auch Füllwerk wie "I dreamed there..", "Center of the universe" oder "I love to watch women".
Don Henley erklärte, dass die Eagles eine amerikanische Band seien. Daher höre man jede Art von amerikanischer Musik auf der CD. "There is rhythm and blues in there, there is folk, there's rock, there's country. It's all in there, which is one of the reasons I think we have a lasting appeal." Das sagt schon einiges über das Songmaterial des neuen Albums aus. Ein weiteres Novum, der Opener der zweiten CD und Titelsong "Long Road out of Eden". Ein 10 Minütiges Werk mit orientalisch anmutendem Beginn, das in seiner Aussage an "Hotel California" erinnert. "Now we're driving dazed and drunk" - "bloated with entitlement, loaded on propaganda." Glenn Frey, Gitarrist und Sänger der Eagles verriet, dass er und Henley seit 2001 an diesem Song "werkelten". "Ehrlich gesagt, rechnete ich nicht damit, dass der Song überhaupt einmal fertig werden würde".
"Long Road out of Eden" ist gut produziert, aber die Ecken und Kanten wurden teilweise stark geschliffen. In "Frail Grasp on the big picture" ist endlich mal ein gutes Gitarrenlick zu hören, die Zeit der Gitarrenduelle ist leider vorbei. Gitarrist Steuart Smith (Nachfolger von Don Felder), der mich auf der "Farewell" DVD positiv überraschte ist kaum zu vernehmen. Trotzdem insgesamt eine 3 bis 4 Punkte CD, wobei ich gerne auf 4 Sterne alleine schon aufgrund der Perlen aufrunde.
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