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Endlich darf man(n) es zugeben. Auch in meinen "Teenage Rampage Jahren" (das hat allerdings nichts mit Sweet zu tun, denn die fand ich damals schon etwas daneben) spielte die blonde Agnetha von Abba eine - nicht nur - optische Rolle. Zu jener Zeit musste man Abba auf dem Klo hören, um nicht als Ampeldrücker (ja das gabs damals auch schon, wurde nur anders betitelt) auf dem Schulhof durchzufallen. Nun ja - im Gegensatz zu manchen Mitschülerinnen hörte ich sie nicht rauf und runter, ne eher punktuell. Jetzt ist es hip sich zu Abba zu bekennen.
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Beispielsweise am Sonntagabend. Das Graetz Radio mit dem magischen grünen Auge wurde nach einigen Diskussionen ("ja ich passe darauf auf, versprochen") vom Wohnzimmer ins Jugendzimmer gewuchtet (gefühlte 25kg). Danach saß man angespannt im dunklen Zimmer vorm Radio und lauschte den Worten des Top Ten Moderators. Sobald mein Lieblingshit gespielt wurde, wuchtete ich meinen Cassettenrecorder in Richtung Boxen, wobei versucht wurde den Abstand zwischen Box und eingebautem Cassettenrekordermikro möglichst gering zu halten und die Nebengeräusche weitestgehend zu eliminieren. Jedenfalls versuchte man (unter Luftanhalten) eine optimale Aufnahme seines Lieblingshits zu bekommen. Wehe es kam jemand unangemeldet, laut lärmend die Türe herein....
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Details fallen mir zu dem Procedere ein, doch zurück zu Abba. Jedenfalls ertappte ich mich so ab und zu - zwischen Queen, Genesis, Pink Floyd und all dem ProgRockBombast von damals - dass sich ein kirmesklingendes Fragment in das Musikarchiv unter meinen säuberlich geföhnten Haaren eingegraben hatte. Kaum zu glauben, aber ich wurde den Refrain und das Ende von "Chiquitita" nicht mehr los.
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Bei "Waterloo" oder "Ring, Ring" passierte nix. Aber wer konnte Agnetha in S.O.S. schon widerstehen? Oder als die glatthaarige Blonde, nach wehmütig klingenden spanischen Gitarren mit einer leicht - sich hysterisch überschlagenden Stimme - "In the firelight - Fernando" sang.
"Thank you for the music" war mir zu glatt, aber die Basslinie von "One of us" hatte es mir angetan.
Ist es Nostalgie? Manche sagen es sind "Melodien für Millionen" (von Fans oder Dollars?), andere meinen es sei "Musik die die Welt nicht braucht". Manche werden sich mit Grausen von mir abwenden, aber ich bekenne mich dazu - ja Abba hat was - nach wie vor.
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| Anspieltips: |
Chiquitita, One of us, The Name of the Game, S.O.S.
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Frank Schuckelt |